Weitere Welsarten im Aquarium – Übersicht und Tipps
Welse gehören zu den vielfältigsten Fischgruppen in der Aquaristik. Neben bekannten Arten wie Panzerwelsen, Antennenwelsen, Ohrgitterharnischwelsen und L-Welsen gibt es noch viele weitere spannende Welsarten, die im Aquarium gehalten werden können.
Je nach Art unterscheiden sich Größe, Verhalten, Ernährung und Ansprüche an das Aquarium deutlich. In dieser Übersicht findest du weitere interessante Welsarten und wichtige Hinweise zur Haltung.
Warum sind Welse im Aquarium so beliebt?
Welse sind bei Aquarianern aus mehreren Gründen sehr beliebt:
- viele Arten sind friedlich und gut vergesellschaftbar
- sie nutzen vor allem den Bodenbereich des Aquariums
- einige Arten helfen beim Verwerten von Futterresten oder Algen
- sie zeigen oft ein interessantes Verhalten
Gerade in Gemeinschaftsaquarien sorgen Welse dafür, dass verschiedene Bereiche des Beckens sinnvoll besetzt werden.
Interessante weitere Welsarten
Schilderwelse
Schilderwelse können sehr groß werden und sind deshalb nicht für kleine Aquarien geeignet. Sie benötigen viel Platz und starke Filterung.
- deutlich größer als viele Anfänger erwarten
- nur für große Aquarien geeignet
- starke Belastung für das Wasser möglich
Hexenwelse
Hexenwelse sind eher schlank gebaut und wirken sehr elegant. Viele Arten sind friedlich und für ruhige Aquarien gut geeignet.
- auffällige Körperform
- friedlich und interessant zu beobachten
- brauchen strukturierte Becken mit Verstecken
Peitschenwelse
Peitschenwelse sind oft sehr ruhig und halten sich gerne versteckt. Sie brauchen ein gut strukturiertes Aquarium mit Wurzeln und Rückzugsorten.
- meist zurückhaltend
- ruhige Mitbewohner sinnvoll
- Verstecke sind wichtig
Synodontis-Welse
Synodontis-Welse stammen aus Afrika und unterscheiden sich deutlich von vielen südamerikanischen Welsen. Einige Arten werden recht groß und haben besondere Ansprüche.
- teilweise aktive und robuste Arten
- nicht alle sind für Anfänger geeignet
- Wasserwerte und Aquariumgröße beachten
Fiederbartwelse
Fiederbartwelse zählen ebenfalls zu den interessanten afrikanischen Welsarten. Sie können sehr attraktiv aussehen, brauchen aber passende Bedingungen.
- markantes Aussehen
- teilweise dämmerungs- oder nachtaktiv
- nicht für jedes Gesellschaftsaquarium geeignet
Worauf sollte man bei weiteren Welsarten achten?
Gerade bei weniger bekannten Welsarten ist es wichtig, sich vor dem Kauf gut zu informieren. Viele Arten sehen im Zoofachhandel klein und unscheinbar aus, wachsen aber deutlich stärker oder brauchen spezielle Bedingungen.
Wichtige Punkte vor dem Kauf:
- endgültige Größe der Art prüfen
- Wasserwerte beachten
- Ernährungsweise kennen
- Verhalten und Aktivitätszeit berücksichtigen
- geeignete Aquariumgröße einplanen
Einrichtung für Welse
Die meisten Welsarten profitieren von einer naturnahen Einrichtung mit vielen Rückzugsmöglichkeiten. Dazu gehören:
- Wurzeln
- Höhlen
- Steine
- Pflanzen und Schattenbereiche
- passender Bodengrund
Hilfreiche Seiten dazu:
Wasserwerte und Pflege
Viele Welsarten reagieren empfindlich auf schlechte Wasserqualität. Deshalb sind stabile Wasserwerte und regelmäßige Pflege besonders wichtig.
Welse im Gesellschaftsaquarium
Ob weitere Welsarten für ein Gemeinschaftsaquarium geeignet sind, hängt stark von der Art ab. Während viele kleine und friedliche Welse gut mit anderen Fischen zusammenleben, können größere oder territorialere Arten problematisch sein.
Mehr dazu:
Beliebte Wels-Unterseiten
Fazit
Weitere Welsarten bieten Aquarianern viele spannende Möglichkeiten, gehen aber oft mit speziellen Anforderungen einher. Wer sich vor dem Kauf gut informiert und auf Größe, Verhalten, Wasserwerte und Einrichtung achtet, kann auch weniger bekannte Welse erfolgreich im Aquarium halten.
Für Anfänger sind meist klassische Arten wie Panzerwelse oder Antennenwelse die bessere Wahl. Fortgeschrittene Aquarianer finden unter den weiteren Welsarten jedoch viele faszinierende Spezialisten.
